Greenforce: Easy to Mix Hack
20. Juli 2021
Greenforce verspricht Pflanzliche Food-Produkte zum Selbstmixen - ganz ohne unnötige Zusatzstoffe. Das Mix Hack aus Erbsenprotein im Check.
Mix Hack

Über Fleischersatz-Produkte von Greenforce bin ich zum ersten Mal während einer Aktion bei Lidl gestolpert: Hier gab es die drei Varianten Mix Hack, Burger und Frikadelle in einer verstärkten Papierverpackung, was den Produkten insgesamt schon mal einen echt „grünen“ und nachhaltigen Eindruck verleiht. Ehrlich gesagt habe ich mich schon etwas gewunden, angesichts des Preises zuzuschlagen: Knapp 5 Euro werden für 150 Gramm Trockenmasse aufgerufen.

Allerdings liegt hier auch der große Vorteil der Greenforce-Produkte: Allesamt sind es trockene Basismischungen, die man unter Zugabe von Wasser – und wahlweise eigenen Gewürzen – in die passenden Produkte seiner Wahl aufpimpt. Das Hack-Pulver verwandelt sich also unter Zugabe von 300 ml sehr kaltem Wasser in 450 Gramm Hack(fleisch)-masse. So gesehen ist der Preis im Vergleich zu „gutem“ Hack vom Metzger also echt in Ordnung.

Fleischersatz aus Deutschland

Mittlerweile bietet das Startup aus München neben den drei genannten Produkten noch weitere Fleischalternativen unter seiner Flagge an, die man idealerweise in erster Linie über den eigenen Greenforce-Online-Shop beziehen kann. Auf der Webseite gibt es zudem einen Store-Finder, allerdings kann ich aus Erfahrung berichten, dass es gar nicht so einfach ist, die Produkte tatsächlich vor Ort oder im Umkreis zu erhalten. Und da es sich eh um Trockenmischungen handelt, die gut und lange halten – warum nicht auf Vorrat online kaufen?

OK – ein Blick auf die Webseite von Greenforce besagt: Hergestellt in Deutschland und die Produkte versprechen allesamt vegan, proteinreich und nachhaltig zu sein. Auf der Webseite des Herstellers findet man auch die Informationen über gewonnene Preise, warum die Produkte allesamt auf getrockneten Mixturen basieren und wie es insgesamt mit der 100%-Klimaneutralität aussieht. Mehr dazu auf der Webseite von Greenforce.

Zubereitung des Mix Hack

Die 150 Gramm Trockenmasse befinden sich in einer umweltfreundlichen Verpackung aus Kraftpapier aus erfreulicherweise sehr wenig Kunststoff – dafür aus sehr viel FSC® zertifiziertem Papier. Lediglich die gut recyclingfähige PE-Innenschicht trennt die Masse vom Papier. Beginnen wir mit der Zubereitung: kurz die Masse mit 300 ml kaltem Wasser aus dem Hahn vermischt – fertig. Im Anschluss kommt die Masse für 30 Minuten zum Quellen in den Kühlschrank. Der Geruch der Masse ist neutral. In diesem ersten Versuch habe ich die Hackmasse nicht verändert oder gewürzt, sondern so natürlich belassen, wie sie ist.

30 Minuten später ist die Masse bereit für den Einsatz in der Pfanne. Sowohl Farbe, also auch Konsistenz und Textur erinnern sehr stark an echtes Hack vom Rind. Also rein mit der Masse in eine beschichtete Pfanne und OHNE ÖL bei mittlerer Hitze anbraten. Dem Hinweis des Herstellers folgend, dauert das Anbraten der Masse lang – sehr lang. Zumindest im Vergleich zu herkömmlichem Hack. Nach etwa 10 Minuten kann man erahnen, dass dieser Brei krümelig werden könnte. Und nach insgesamt 20 Minuten rühren, krümeln, wenden und bruzzeln ist das Krümelhack tatsächlich bereit zur Weiterverarbeitung in einem Gericht wie Lasagne, Bolognese oder anderen Leckereien.

Geschmack des Greenforce Mix Hack

Bevor die Masse mit Gewürzen oder Soßen geschmackstechnisch komplett angepasst wird, kommt der Geschmacks- und Texturtest:

Sieht aus wie Hack, fühlt sich auf der Zunge an wie Hack, zumindest die kleinen Krümelstücke. Die großen Stücke sind nach meinem Geschmack auch nach 20 Minuten Braten innen noch etwas zu weich bzw. breiig. Mit einem Esslöffel Öl versuche ich das ganze noch ein wenig aufzuknuspern – allerdings absorbiert der Pfanneninhalt das Fett sofort, was lediglich den Fettgehalt steigert, aber nicht den gewünschten Effekt bringt. Die Krümel schmecken ganz ok, haben jedoch nicht viel gemein mit Hack – hier ist noch viel Luft nach oben.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Immer ein pikantes Thema der Fleischersatz-Produkte: die Liste der Inhaltsstoffe… Beim Greenforce Easy to Mix Hack sind 60% texturiertes Erbsenprotein der Hauptbestandteil der Mischung, dazu gesellen sich die üblichen Verdächtigen wie Verdickungsmittel (Methylcellulose),  Sonnenblumenkerne, Rapsöl, Reismehl und Gewürze, Aromen, rote Beete für die Farbe. Das war es im Großen und Ganzen auch schon – fehlen noch 3% enzymatisch hydrolisiertes Erbseneiweis. Die fertig angerührte Masse (450 Gramm) bringt es auf 553 kcal bei 15g Fett, 26g Kohlenhydrate sowie 21g Ballaststoffe, 68g Eiweiß und zu guter Letzt 6,5g Salz.

Soja, Gluten, Geschmacksverstärker, künstliche Farbstoffe oder gar Laktose sind in dem Produkt, laut Angaben des Herstellers, nicht enthalten.

Fazit

Das Krümelhack schmeckt in der Basis nach gerösteten kleinen Croutons oder Getreideflocken. Das ganze klingt auch so, wenn man es nach langer Bratzeit in der Pfanne hin- und herschwenkt. Anders sieht das ganze natürlich aus, wenn man das Hack mit Tomatenstücken und dem ganzen dazugehörigen Zipp und Zapp beispielsweise zu einer Bolognese verarbeitet. Dann hat geschmacklich ohnehin die Soße das Sagen und Zähne sowie Zunge spüren so oder so nur noch die Konsistenz und die Textur des Krümelhacks. Und dafür funktioniert die Greenforce Hackmischung wirklich gut – wenngleich ich im Soja-Krümelproduktbereich schon eine ähnlich gute und zum Teil sogar bessere Performance (für den schmaleren Geldbeutel…) entdeckt habe.

Produkt:

Greenforce: Easy to Mix Hack

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Geruch

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Geschmack

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Textur / Haptik

Preis:

5,- €

Menge:

150 g (ergibt: 450 g)

Check-Ergebnis: