Fleisch-Alternativen im Test
3. August 2021
Im Test: Fleisch-Alternativen, die als Hauptzutat auf dem Teller landen. Vom Schnitzel, über Frikadellen, Geschnetzteltes, Krümelhack, bis zu Burgern und Grillwürsten.
Fleisch-Alternativen_Chicken

Die ursprüngliche Idee, hier auf diesem Blog Fleisch-Alternativen und Ersatz-Produkte zu präsentieren, wurde durch die Realität schnell überholt: denn neben Fleischalternativen zum Kochen, gibt es unfassbar viele weitere Produktkategorien, die ohne Fleisch auskommen und die mich ebenfalls bei meiner Ernährungsumstellung unterstützen könnten und mich daher interessieren.

Etwa fleischfreien Aufschnitt. Oder fleischlose Snacks. Hatte ich schon erwähnt, dass ich verdammt gerne Fleisch esse? 😉

Fleisch-Alternativen und -Ersatz

Was fällt alles unter die Kategorie Fleischersatz-Produkte? Nun, im Grunde alles, was gekocht, gegrillt, gebraten oder sonst wie zubereitet wird. Vom Schnitzel, über Frikadellen, Geschnetzeltes, Krümelhack, Burger, Grillwürste. Ganz gleich, ob es Trockenprodukte (etwa für Hack) sind, die noch angerührt werden müssen, Sojaschnetzel, die noch ausgewaschen werden müssen oder fertige Schnitzel und Burger, die direkt in die Pfanne wandern können. Getestet wird, was verfügbar ist – und was den Herstellern nach, „dem Original“ nahe kommt oder gar ebenbürtig ist. Das entnehme ich dem Produktnamen. Wobei nicht auszuschließen ist, dass ich auch mal sowas Exotisches wie „Bratlinge“ in Zukunft testen werde…

Kurzum: Hier teste ich alles, was als „Hauptgericht“ auf dem Teller landet.

 

Fazit und Bewertungen

Wie wird das Produkt zubereitet? Welche Vorarbeiten müssen geleistet werden? Ich gehe jedes Produkt Schritt-für-Schritt durch und folge auch der Zubereitungsempfehlung. Darüber hinaus werfe ich auch einen Blick auf die Inhaltsstoffe. Zugegeben ist dies jedoch nicht mein Steckenpferd – der Geschmack ist mir wichtiger. Und mir ist auch klar, dass die Hersteller oft tief in den Chemiebaukasten greifen, um etwas Leckeres auf die Beine zu stellen. Auf Ausreißer wie einen hohen Salzgehalt oder besonders viel enthaltenes Fett werde ich dennoch an dieser Stelle hinweisen.

Jedes Produkt erhält am Ende einen Infokasten, wo die wichtigsten Keyfacts auf einen Blick erkennbar sind. Das ist für diejenigen, die keine Lust haben zu lesen und schnelle Infos zu einem Produkt erhalten möchten… Hier gibt es Informationen zum Preis, Gewicht, Geschmack, Konsistenz etc. alles selbsterklärend.

Nicht sofort selbsterklärend ist jedoch das Checkergebnis: Hier kann ein Produkt null bis fünf Hähnchenkeulen ergattern. Ja, korrekt, je mehr Keulen, desto besser. Allerdings errechnen sich die Keulen nicht nach den drei Bewertungskriterien Geruch, Geschmack, Textur & Haptik sondern werden von mir „aus dem Lameng“ heraus gebildet. Sprich: Ich entscheide abschließend, ob das Produkt für mich nur brauchbare Performance oder einen echt leckeren Fleischersatz bietet!

 

Hier kommt die „Referenz“ für Fleisch-Alternativen:

Beispiel-Batzen

Fleisch-Alternativen

%

Geruch

%

Geschmack

%

Textur / Haptik

Preis:

ca. Angabe in €

Menge:

Gewicht in Gramm

Check-Ergebnis:

Darf ich vorstellen? Der Beispiel-Batzen. Das war mal ein Stück Schweinebraten, schön auf dem Grill zubereitet. Und wie ich mich kenne, ist das gute Stück nach dem Angrillen für mehrere Stunden in den Slowcooker gewandert, um sich dort in Pulled-Pork zu verwandeln…

Zurück zum Produkt-Infokasten: Alles auf einen Blick, ist hier die Devise. Wir haben ein echtes Stück Fleisch, das zur Vorbereitung in einem Trockenrub aus unterschiedlichen Gewürzen wie Räuchersalz, Pfeffer, Paprika gewälzt und danach auf den heißen Grill kam und dort wirklich tolle, Wasser-auf-der-Zunge auslösende Röstaromen erzeugte. Der Geruch: aromatisch, fleischig, deftig – 100 Prozent. Der Geschmack: saftig, butterig, fleischig, pikant – 100 Prozent. Und die Textur? Wie Schweinefleisch halt so ist, wenn man es nicht auf dem Grill zu Tode verbrennt: zart, fluffig und leicht faserig.

Ja, ich weiß: ein echtes Stück Fleisch als Referenz zu nehmen ist für Fleisch-Alternativen echt hart. Dennoch, als Verbraucher erwarte ich genau das: ein möglichst dicht am Original-Gefühl! Erst Recht, wenn ein Produkt tatsächlich auf Frikadelle, Gyros oder Burger „hört“. Sorry, da legen die Hersteller selbst die Messlatte nach ganz weit oben.

Wer seine Produkte mit solchen Namen brüstet, muss einem Vergleich mit dem Original standhalten können. Sonst taugt es nix!

Und wie gesagt: gute Bewertungen bei Geschmack & Co. bedeuten noch lange keine volle Keulenzahl. Denn auch wenn eine Fleisch-Alternative auf einem guten Weg ist, bedeutet es noch nicht, dass es als Fleischersatz taugt oder gar in der Blindverkostung als Fleisch durchgeht!

Und die fünf Keulen muss sich ein Fleischersatz-Produkt dann auch echt verdienen!